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oder der steinige Weg einer Anka zur "Lumpi"

Wer aus dem Osten kommt, kennt die Anka. Hier ist sie nichts Besonderes, ist heute noch überall zu sehen und war quasi der Trabant auf dem Wasser. Sie schwamm auf jedem größeren Dorfteich als Angelboot oder in der Vermietung auf dem örtlichen Gondelteich.

Unsere Anka ist 4,29 Meter lang, 1,40 Meter breit ,wiegt dabei gerade mal 90 Kilogramm und kommt aus dem wohlfeinen Hause VEB Yachtwerft Berlin. ANKA ist übrigens die Abkürzung für Angel-Kahn. Man war halt damals schon sehr Kreativ cool. 1981 gebaut hat sie schon so manchen Sommer miterlebt. Anka 000

Aus GFK für die Ewigkeit gebaut war die Zeit Reif die kleineren Macken auszubessern und in diesem Zuge auch gleich die Farbe zu erneuern. Also das Schätzchen nach hause geholt und losgelegt. Wir hatten uns schon entsprechenden Epoxi Grundierung und 2K PU-Lack organisiert also konnte ja nichts mehr schief gehen. Ein bisschen anschleifen und los geht's. Bekanntlich sind ja Theorie und Praxis gleich, also theoretisch embarassed.

Vorsichtshalber legten wir vorher ein mit Verdünnung getränkten Lappen auf das Boot um zu sehen ob der Untergrund für die Lackierung ok ist. Nun ja wie sich herausstellte war das Boot schon einmal lackiert worden, und zwar mit 1K Lack surprised. Es half alles nichts der Lack muss runter. schleifen

Die einzige Möglichkeit das einem die Schleiferei nicht die Laune verdirbt ist sie als meditativ zu betrachten. Man hat ja genügend Zeit sich daran zu gewöhnen wink.

Und da wir einmal dabei waren können wir auch gleich in die Kästen an Bug und Heck schauen ob dort Undichtheiten drin sind. Es war aber alles in Ordnung. Der Schaum war trocken so dass wir die Kästen sogleich als Stauraum verbuchten. Also gleich die Öffnungen entsprechend vorbereitet um Luken einzusetzen. Die Verstärkung erfolgte mittels Dachlatten und Karosseriekleber. lukenausschnitt

Als nächstes kam der Gedanke an eine zukünftige Motorisierung. Da an unserem Stammgewässer Verbrennermotoren verboten sind bleibt nur die elektrische Variante. Hier kam die Idee die Baterie, wegen der besseren Masseverteilung im Boot, im Bug unter zu bringen. Hierzu ist es aber notwendig Kabel vom Bug in's Heck zu verlegen. Da die Anka einen durchgängigen Kiel besitzt, der von oben abgedeckt ist, schnitten wir diesen auf und verlegten ein Lehrrohr für den späteren Gebrauch. Leerrohr

Da das Boot die Sommermonate am Steg verbringen soll musste ein Schutz gegen die Unbill des hiesigen Wetters erschaffen werden, denn es währe wahrlich nicht erquicklich jedesmal den halben See aus dem Boot zu schöpfen. Also musste eine Persenning her. 

Um diese zu tragen war es nötig ein Untergestell zu entwerfen. Hierzu wurden Schrauben M12 abgedreht und mit Durchgangsbohrungen versehen. Schrauben

Diese kamen in den Süllrand zur Aufnahme von 8mm Glasfieberstäben. Süllrand

Halter Persenning

Ach ja ich weis nicht ob es schon erwähnt wurde, schleifen ist sehr meditativ undecided. Und da wir uns mögen ist eine Staubmaske absolute Pflicht. Die Masken mit wechselbaren Filtern sparen übrigens auf Dauer bares Geld. schleifen

Da der Boden verstärkt, die Schadstellen im Süll repariert werden sollte und auch an den Sitzkästen das Laminat etwas beschädigt war ging es nun an die Vorbereitung des Laminierens. Dazu wurden die verbliebenen Hohlräume ausgefüllt und verspachtelt und Hohlkehlen eingezogen.Schaum

Leerrohr

Spachtel

Kehle

Als nächstes folgte eine Arbeit bei der mann wieder einen Fortschritt sehen kann. Laminieren! Also die Matten zugeschnitten (400g/m^2) und das Harz angerührt. Da Polyesterharz nicht das gesündeste ist ist ein Atemschutz und Einweghandschuhe unabdingbar. Matte

Laminat

Jetzt war der Zeitpunkt gekommen zu dem das erste Mal Farbe in's Spiel kam. Zuvor stand allerdings noch einmal meditative Beschäftigung im Vordergrund foot-in-mouth.

Die Grundierung erfolgte mit einem Epoxi-Primer der in 2 Schichten nass in nass mit der Rolle aufgebracht wurden. Grundierung

Nach einem weiteren Zwischenschliff wurde die Endlackierung (2K Pu-Lack) mit der Spritzpistole appliziert und nach dem Trocknen die Luken eingebaut (Sika Karoseriekleber und Schauben). Luken

Nun wurde das Boot gedreht und die Schleiferei begann von vorne. Auch hier musste die alte Lackierung entfernt werden. Das heißt es musste bis auf das Gelcoat runter geschliffen werden. Dabei stellten wir noch fest, dass das Boot original gar nicht Blau sondern grün war. Damit passte unsere Farbwahl ja wie die Faust auf's Auge. Rumpffarbe

Anschließend wurde wieder laminiert (Schadstellen am  Süll und am Bug), geschliffen, gespachtelt und, man glaubt es kaum, wieder geschliffen. Laminat

schleifen

Jetzt war auch die Außenseite bereit für den Farbauftrag. Auch hier kam zuerst wieder Epoxi-Primer als Grundierung in 3 Schichten mit Zwischenschliff auf das Boot. Der Primer wurde in 2 Farben aufgetragen, damit mann bei jeder Schicht sieht, wo man schon war. Zu guter Letzt noch die abschließende Farbgebung in Moosgrün. schleifen

Grundierung

grün

Während der Lack trocknete konnten wir uns gleich noch um die Sitzbank kümmern, die auch recht erbärmlich aussah. Nun denn ein paar Robinienbretter und eine Dachlatte zugesägt geschliffen und verleimt/verschraubt. Dann noch die Kanten mit der Oberfräse abgerundet und lackiert. Schon fertig coolSitzbank

abgerundet

Nachdem der Lack trocken war konnte auch die Beschriftung an's Boot. Die Schrift und die Sonnen sind aus Folie, die Linie wurde mit dem Pinsel gezogen.  Damit trug die Anka zum ersten mal ihren zukünftigen Namen. Wie man unschwer erkennen kann, hört sie nun auf den Namen "Lumpi"Lumpi

Sonne

Zu guter Letzt konnten wir nun alle noch fehlenden Teile anbauen und die Lumpi an ihren Bestimmungsort am See überführen. Da die Lumpi auch zum Angeln gedacht ist bekam sie eine entsprechende Zahl an fest stehenden Rutenhaltern, zwei schwenkbare Rutenhalter und Klampen bzw eine abnehmbare Ankerrolle. Die Bodenbretter wurden neu lasiert und fanden auch ihren Weg zurück. Lumpi

mit Persenning

trailer

Damit zukünftig das slippen nicht nur mit reiner Muskelkraft zu bewältigen ist wurde fix noch ein kleiner Sliptrailer gebaut und auch an den See gebracht.